Hochbegabung im Beruf – was bedeutet das eigentlich?

„Hochbegabte müssten das doch können, wenn sie so schlau sind!“

Das ist eines, wenn nicht DAS häufigste Vorurteil, mit dem Hochbegabte zu kämpfen haben. Sie müssten doch alles kennen, alles können und alles verstehen. Und deswegen alles richtig machen.

Richtig ist eher:
Sie kennen tatsächlich vieles, denn sie interessieren sich für fast alles und machen – gerade dadurch - im zwischenmenschlichen Bereich leider so manches „falsch“. Oder sagen wir „anders“. Anders als ihre Kunden, Kollegen, Mitarbeiter, Chefs es sich erhoffen und erwarten würden. Aber das merken wir oft nicht, oder denken, es sei nicht so wichtig.

Denn oft gehen Hochbegabte davon aus, dass:

  • andere sich auch für fast jedes Thema interessieren (oder interessieren könnten)

  • der oder die andere den eigenen Gedankensprüngen und Assoziationen mühelos folgen kann (und will)

  • "recht haben" eine „sachliche“ und keine emotionale Angelegenheit ist

  • der Drang und die Fähigkeit, Abläufe oder Inhalte zu verbessern immer gern gesehen ist (oder sein sollte)

  • über ein gemeinsames sachliches Interesse ein zwischenmenschliches Verständnis sozusagen „automatisch“ kommt.

Doch das ist in den meisten Fällen nicht der Fall. Im Gegenteil.

Um besser zu verstehen, warum Menschen so unterschiedlich auf andere reagieren, ist es hilfreich nicht nur den eigenen IQ, sondern auch die eigene Persönlichkeitsstruktur im Vergleich zu anderen besser zu kennen:

  • Was sind meine stärksten inneren Motivatoren und Werte? Und welche haben andere?

  • Wie wirkt sich das im Alltag aus und vor allem: Wie wirke ich dadurch auf andere?

  • Wo stehe ich mit meiner Ausprägung im Vergleich zur Allgemeinheit: eher extrem stark, schwach oder „normal“ ausgeprägt?

  • Was bedeutet das in meinem Arbeitsalltag und wie kann ich das optimal einsetzen, damit es für meine Kollegen, meine Kunden, meinen Chef, die Firma, für die ich arbeite (oder meine eigene) und vor allem für mich eine wesentlich angenehmere Zusammenarbeit wird und auch langfristig erfolgreicher im Ergebnis?

Denn viele Hochbegabte geben relativ schnell auf, wenn sie sich im Umfeld nicht verstanden fühlen und suchen ein neues Tätigkeitsfeld oder eine neue Firma. In der Hoffnung, dass dort alles besser wird. Und finden sich nach kurzer Zeit wieder in der fast gleichen Situation wieder. Denn die eigenen Muster hat man ja in das neue Umfeld mitgenommen und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit trifft man auch dort auf etwa die gleiche menschliche Umfeldstruktur wie zuvor. Wenn man also nicht bei sich selbst ansetzt, wird es schnell wieder wie es war.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Sie sich nun komplett ändern sollen. Es ist ja durchaus gut, dass es Menschen gibt, die sehen wo etwas besser, schneller, leichter gehen kann. Und das auch sagen. Nur kann die Art, wie man es bemerkt, vorschlägt und angeht oft besser sein, wenn man besser versteht, wie man selber auf andere wirkt - und wie die anderen auf einen wirken. Und warum. Denn dann kann man auf einer ganz neuen Basis miteinander reden und arbeiten. Einer, die weniger Stress bedeutet und mehr Erfolg.

  • Wenn Sie also nicht nur an Themen wie vielleicht Astrophysik, Geocaching oder künstlicher Intelligenz interessiert sind, sondern auch daran, sich selber besser zu verstehen ...

  • Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie es sich und Ihren Chefs, Kollegen, Mitarbeitern und Kunden um einiges leichter machen können...

  • Wenn Sie wirklich und für längere Zeit mehr Spaß an Ihrem Job haben möchten...

... dann rufen Sie mich für ein kostenloses Erstgespräch an: Kontaktformular . Die räumliche Distanz ist dabei übrigens nicht entscheidend, da es zwar am besten face-to-face geht, aber auch über Skype sehr gut möglich ist.